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  Hogwarts - Schule für Hexerei und Zauberei
  Harry Potter and the deathly hallows - unsere Fanfiction (Kap. 1-7)
 

Harry Potter and the deathly hallows - unsere Fanfiction

Kap. 1-7

1. Gemischte Gefühle
 
Es war eine dunkle und düstere Julinacht in London. Im Ligusterweg 4 jedoch, lag Harry Potter wach und er konnte einfach nicht einschlafen. Er musste dauernd an eine bestimmte Person denken. Eine Person, die er liebte, wie keine andere und welche er um keinen Preis verlieren wollte. Er vermisste sie jedoch immer mehr und konnte ohne sie fast nicht mehr leben. Es gab da noch eine andere Person, die seinetwegen gestorben ist, oder er glaubte zumindest, dass es seinetwegen war. Noch einen weiteren Tod konnte er nicht ertragen. Deshalb hatte er sich auch von ihr getrennt….Ginny. Dieser Name schwirrte in seinem Kopf herum und verschaffte ihm eine schlaflose Nacht. Ginny. Er musste immerzu an sie denken. Sie war sein ein und alles. Mit ihr hatte er so viele schöne, romantische, aber auch traurige Momente erlebt. Ginny. Sie war immer für ihn da und half ihm und unterstützte ihn nach Dumbledores Tod so gut sie konnte. Ginny. Wiesehr er sie vermisste. Und er war sich absolut sicher, sie vermisste ihn genauso fest wie er sie! Sie gehörten einfach zusammen. Er und Ginny. Harry war sich vollkommen sicher, er musste sie einfach zu sich zurückholen. Er musste wieder mit ihr zusammen sein, doch er konnte einfach nicht. Er konnte nicht, wegen Voldemort. Der schlimmste aller Feinde. Der, weswegen er sich von Ginny getrennt hatte. Derjenige, wegen dem er schon so viele von seinen Personen verloren hatte, die ihm am nächsten standen. Voldemort. Das war ein Name, an den Harry am besten gar nicht dachte. Wie er ihn hasste…! Und alle seine Anhänger. Besonders Snape und Bellatrix und Malfoy und Wurmschwanz…! Ach, sie waren doch alle unausstehlich. Harry dachte sich: „Warum muss nur ich der Auserwählte sein, der Voldemort und seine gesamte Gefolgschaft vernichten muss? Ich, ein noch nicht mal volljähriger Zauberer. Ich, der schon so viel leiden musste in meinem Leben. Und die einzige Kraft, die ich habe und Voldemort nicht ist die Kraft der Liebe.“ Harry stutze: Die Kraft der Liebe. Genau die hatte er und die musste er nutzen. Wenn er glücklich wäre, dann wäre er stark. Wenn er Personen hatten, die ihn in jeder Situation unterstützen würden, dann hätte er eine Chance gegen Voldemort. Plötzlich war ihm klar, was er zu tun hatte. Er stand auf und holte sich seine Feder und eine Rolle Pergament. Anschliessend setzte er sich an seinen Schreibtisch und begann zu schreiben. Es wurde ein sehr langer Brief, der von Herzen kam.
 
Liebe Ginny
Heute Nacht ist mir etwas ganz Wichtiges klar geworden. Du erinnerst dich sicher noch an den Nachmittag von Dumbledores Begräbnis an dem ich mich von dir getrennt habe. Es ist mir klar geworden, dass das, was ich damals getan habe, eine falsche Entscheidung war. Voldemort (entschuldige, aber ich muss seinen Namen einfach schreiben) weiss, dass ich alles tun würde um dich nicht zu verlieren, egal ob wir zusammen sind oder nicht, denn ich nehme an er weiss, dass ich dich liebe. Das heisst du bist sowieso in Gefahr, egal ob wir nun zusammen gehen oder nicht. Du bist in der selben Gefahr wie alle anderen Personen, die mir sehr nahe stehen (ich spreche besonders von Ron und Hermine, aber auch von Lupin, Hagrid, deinen Eltern, deinen Brüdern, Neville, Luna und von allen die ich besser kenne). Wir beide sind aber viel stärker, wenn wir zusammen sein können, denn dann sind wir glücklich. Ich habe nur eine einzige Kraft, die mir hilft gegen Voldemort zu gewinnen und das ist die Kraft der Liebe. Ich liebe dich Ginny. Es ist mir wichtig, dass wir glücklich sind zusammen, Ginny, und ich möchte dich nie mehr verlieren. Wenn ich glücklich bin, dann bin ich auch viel stärker und kräftiger und bin bereit für mein Glück und meine Liebe zu kämpfen. Ich hoffe, dir geht es genauso wie mir und ich hoffe, dass du auch wieder mit mir zusammen sein möchtest. Ich brauche dich Ginny, du bist mir extrem wichtig. Ich war total unglücklich, dass ich nicht mehr mit dir zusammen sein konnte und doch immer noch ein so grosses Verlangen nach dir spürte. Ich konnte die letzten Nächte nicht schlafen und war auch tagsüber total betrübt und traurig. Immerzu habe ich an dich gedacht, wie du dich wohl gerade fühlst, was du gerade machst und ob du schon einigermassen über mich hinweg gekommen bist. Ginny ich liebe dich und ich hoffe, dir geht es genauso!
 
In Liebe, dein Harry
 
PS. Entschuldige, dass ich dich so spät noch störe, aber ich wollte dir das unbedingt noch mitteilen.
PPS. Bitte grüsse Ron von mir (ich hoffe, er nimmt es nicht zu tragisch...du weisst schon, es gefällt ihm nicht, dass ich dich liebe und mit dir zusammen sein möchte/war).
 
Als er fertig war holte er seine Eule Hedwig und band ihr den Brief ums Bein. Dann schickte er sie los, dorthin wo er wusste, dass seine Liebe erwidert würde. In den Fuchsbau, zu Ginny.
 
Nachdem er diesen Brief abgeschickt hatte, fühlte er sich schon viel besser. Plötzlich merkte er, wie müde er eigentlich war und er fiel in einen gesunden Schlaf mit schönen Träumen. Als er am nächsten Morgen aufwachte wartete schon Ginnys Antwort auf ihn. Sie hatte ihm ganz schnell zurück geschrieben. Eilig band er den Brief von Hedwigs Bein los und öffnete ihn. Er war unendlich erleichtert als er las:
 
Mein liebster Harry
 
Es geht mir genauso wie dir und ich möchte so gerne wieder mit dir zusammen sein. Harry, ich liebe dich auch! Du kannst sicher sein, dass ich dich in deinem Kampf gegen Du-weißt-schon-wen unterstützen werde, wo immer ich kann. Wir werden dich am Tag nach deinem Geburtstag bei den Dursleys abholen und du kannst den Rest der Ferien mit uns im Fuchsbau verbringen.
 
In Liebe, deine Ginny
 
PS. Ron grüsst dich zurück und er nimmt es nicht allzu tragisch, dass wir wieder zusammen sind (du kannst also beruhigt sein!)
 
Harry sprang vor Freude in die Luft. Er konnte es kaum erwarten seine Freundin wieder zu sehen, sie wieder zu küssen, wieder mit ihr zusammen zu sein! Und er durfte den Ligusterweg 4 für immer verlassen! Er konnte es kaum erwarten! Er hüpfte so ausgelassen in seinem Zimmer herum, wie ein kleines Kind! Doch da tönte es auch schon von unten herauf. „Bursche, was fällt dir eigentlich ein dich so aufzuführen? Du kannst doch nicht unser ganzes Haus demolieren. Raus mit dir, wir wollen dich nie mehr sehen! „Vernon, das kannst du nicht machen. Du weißt ganz genau, dass du ihn vor seinem 17. Geburtstag nicht aus diesem Haus werfen darfst. Das sind die Anweisungen von diesem alten Zauberer, der diese verrückte Schule leitet.“ „Und du verteidigst den Bengel auch noch, Petunia! Was fällt dir eigentlich ein?“ „Vernon, du weißt es ganz genau. Bitte reg dich ab.“ Vernon brummelte irgendwas Unverständliches und setzte sich vor den Fernseher. Harry blieb in seinem Zimmer und tat, als sei nichts gewesen. Doch seine Freude, dass Ginny ihn ebenfalls liebte konnte er nicht verbergen. Es war einer der schönsten Tage in seinem Leben. Er konnte den Tag kaum erwarten, an dem er volljährig wurde und an dem er die Dursleys für immer verlassen durfte. Er verabscheute dieses Zimmer, dieses Haus, diese Familie und er freute sich darauf, von nun an bei den Weasleys zu leben (zumindest in den Schulferien). Sie waren seine wirkliche Familie, von ihnen wurde er geliebt. Er zählte die Tage, die Stunden, die Minuten, die Sekunden bis zu seinem Geburtstag. In genau 2 Tagen, 15 Stunden, 21 Minuten und 33 Sekunden wurde Harry Potter 17 Jahre alt…! (von Nicole)
 
2. Der letzte Tag im Gefängnis Ligusterweg 4
 
Als es endlich so weit war, war Harry überglücklich. Endlich durfte er zaubern wie, wo und wann er wollte, er durfte bald zur Apparier-Prüfung antreten, er war genug alt um in den Orden aufgenommen zu werden (falls sie ihn im Orden wollten) und das beste, er würde in einem Tag seine "lieben" Verwandten, die Dursleys, loswerden. Darauf bangte er nun seit bald 16 Jahren. Er konnte es kaum glauben, dass er endlich frei, unabhängig und eigenständig sein würde. Nie mehr dieses grässliche Haus betreten. Nie mehr mit dieser unfreundliche, ja nahezu verhassten, abscheulichen und ekligen Familie zusammen leben müssen. Nie mehr von Dudley geschlagen werden. Nie mehr angeschreit werden von Vernon. Nie mehr heimlich für die Schule üben und heimlich Briefe an seine Freunde schreiben. Nie mehr der Diener der Familie Dursley spielen. Nie mehr diese abscheulichen Muggeln sehen! Nie mehr schreckliche Sommerferien…! Er war sich sicher, dass er die nächsten Sommerferien (falls es für ihn überhaupt noch solche geben würde) bei den Weasleys im Fuchsbau verbringen würde. Bei Ron und Ginny. Ja Ginny. Auf sie freute er sich auch schon wahnsinnig. Er war total glücklich, dass er sie schon morgen wieder sehen würde. Völlig verträumt dachte er: „Sie wird mich abholen, umarmen und küssen…!“.
Etwa um 8 Uhr stieg er die Treppe zum Wohnzimmer hinunter und sagte: „Guten Morgen.“ „Tag“, kam die Antwort. Keine und keiner der ihm zu seiner Volljährigkeit gratulierte. Keiner der ihm ein Geschenk übergab. Doch das störte ihn nicht mehr besonders, denn das war er sich seit Jahren so gewohnt. Entweder er bekam alte Socken von Vernon oder gar nichts. Damit musste er sich abfinden, da gab es keine andere Möglichkeit. Gratuliert wurde ihm immer erst dann, wenn er seine Freunde traf. Dann bekam er auch seine Geschenke und Glückwünsche. Er erinnerte sich noch gut daran, als Hagrid ihm zu seinem elften Geburtstag eine Torte gebacken hatte. Dies war sein allererstes Geburtstagsgeschenk überhaupt gewesen. Das war die Nacht, als er von Hogwarts, von seinen Eltern, seinen Fähigkeiten und aber auch von der bösen Seite und von der Wahrheit über den Tod seiner Eltern erfuhr. Damals war er wahnsinnig glücklich gewesen, denn seit diesem Moment, musste er nur noch die Sommerferien hier verbringen. "Wie hab ich es nur überstanden, 10 Jahre lang jeden Tag bei diesen Muggeln zu leben...?", fragte er sich.
Ab sofort gibt es für Harry keine Dursleys mehr, es gab für ihn nur noch seine Zukunft. Doch auch seine Zukunft war ziemlich ungewiss. Er würde seine Suche nach den Horkuxen wieder aufnehmen und er würde ihn vernichten. Ja genau IHN. Den Mann – falls man so jemanden wirklich einen Mann nennen konnte – den er am meisten verabscheute und hasste. Denjenigen dessen Anwesenheit für ihn schlimmer war als die Anwesenheit aller Dursleys und Malfoys zusammen.
Tja und falls das alles gut ging mit dem vernichten, falls er wirklich gewinnen würde (noch glaubte er nicht wirklich daran), dann wünschte er sich eine gemeinsame Zukunft mit Ginny. Sein Wunsch war es mit ihr zusammen zu leben und Kinder zu haben, die dann ebenfalls nach Hogwarts gehen könnten. An den Ort, den er liebte und der sein Zuhause war. Er würde ihnen dann von seinen Abenteuern erzählen, wenn sie gross genug waren…Doch mitten im Träumen wurde er von lauten Geräuschen aus der Küche unterbrochen: „Aber du hast doch gesagt, ich darf ihn wegschicken, wenn er 17 ist. Wieso ist dieser Bengel dann immer noch in meinem Haus? Verdammt noch mal, ich kann die Anwesenheit von diesem unerzogenen Burschen, der meint er könne mir das gesamte Haus zum Teufel hexen, nicht mehr ertragen. Ich will ihn raus haben!“ „Vernon, was regst du dich denn so auf? Du weißt ganz genau, dass er nur noch bis morgen bleibt und dann für immer verschwindet! Das weißt du so gut wie ich. Auch ich bin froh, ihn endlich los zu sein, aber bitte beruhige dich doch mal. So schlimm ist er doch auch nicht…!“ Harry bemerkte, dass es um ihn gegangen war bei diesem Gespräch. Er war jedoch erstaunt zu hören, dass seine Tante Petunia ihn sogar noch verteidigte. Sowas war er sich von ihr gar nicht gewohnt. Aber wahrscheinlich war es nur, weil sie sich schon auf die Zeit freute, nachdem sie ihn endlich los waren. Das konnte er sich gut vorstellen. Auch er war unendlich froh, Vernon, Petunia und Dudley endlich los zu sein.
Er tat als hätte er nichts gehört, ass sein mickriges Frühstück und verzog sich wieder in sein Zimmer. Dort hatte er seine Ruhe und er konnte in Ruhe seine Sachen packen, denn morgen würde er abreisen. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl stieg in ihm hoch. Er war so glücklich wie schon lange nicht mehr. Als er sich am Abend schlafen legte machte sich ein leichtes Lächeln auf seinem Gesicht breit. Morgen würde sein wahres Leben beginnen und seinen Lauf nehmen. Morgen würde er in den Fuchsbau abreisen. Morgen, würde sein Leben sich ändern! (von Nicole)
 
 
 
3. Unerwarterter Empfang im Fuchsbau
 
Am nächsten Morgen konnte es Harry gar nicht mehr erwarten. Er war glücklich, dass er nun endlich aus dem Haus seiner Verwandten herauskam, trotzdem plagten ihn gewisse Ängste. Wo sollte er nach seinem letzten Jahr in Hogwarts hin. In den Fuchsbau konnte er unmöglich, es würde nicht sehr höflich wirken, wenn er dort ständig ein und aus marschiert, als sei er selbst ein Weasley. Und Sirius war nun auch schon eine Weile tot.
Bedrückt drehte Harry in seinem Zimmer die Runden, sah immer wieder auf die Uhr und wartete. Wann würden Ginny und die anderen wohl kommen, oder besser gesagt, wie würden sie kommen?
„Du bist ja immer noch da! Wann kommen diese Rabauken endlich?“
Harry fuhr herum. Er hatte Onkel Vernon nicht kommen gehört. Er stand mit einer Playstation unterm Arm in der Tür, anscheinend sollte sein Zimmer zu einem Unterhaltungsraum für Dudley werden.
„Ich weiß es nicht, sie haben keine Uhrzeit geschrieben.“
Murrend zog Onkel Vernon wieder ab. Seit Harry verkündet hatte, dass er freiwillig ging, war er ein wenig netter geworden, wenn man das von Onkel Vernon behaupten konnte. „Aber dass sie mir ja nicht wieder durch den Kamin kommen!“, rief er noch von der Treppe her zu.
Kaum hatte er es gesagt, vernahm er aus dem Wohnzimmer einen lauten Rumms!
„Harry!!!! Was habe ich gerade gesagt?! Nicht durch den Kamin!!!“
So schnell er konnte raste Harry die Treppe herunter, an dem hochroten Vernon vorbei ins Wohnzimmer. Der Kamin war zu Harrys Erleichterung nicht mehr vernagelt, seit die Weasleys ihn vor gut 3 Jahren schon einmal mit Hilfe von Flohpulver besucht hatten. Anscheinend hatten die Dursleys Angst, dass es wieder zu solch einer Unordnung kommen könnte.
Tatsächlich stand im Wohnzimmer bereits Mr. Weasley, als Harry das Zimmer erreichte. Dieser bemerkte Harry erst gar nicht, da er interessiert alle neuen Geräte betrachtete, die sich seit seinem letzten Besuch angesammelt hatten.
„Guten Tag, Mr. Weasley!“
„Oh, Harry, ich hab dich gar nicht bemerkt. Ich muss sagen diese Muggel haben recht interessante Dinge. Wozu das wohl wieder gut ist?“ Er hob Dudleys neuen MP3-Player hoch. „Geht das mit Batterien?“
„Ähm ja, das ist zum Musik hören, aber legen Sie es besser wieder zurück. Wenn ich jetzt endlich gehe, möchte ich wenigstens so nett sein und in Ruhe gehen.“
„Verstehe“, murmelte Mr. Weasley leicht beleidigt, weil Harry ihn nicht die Muggeldinge ansehen ließ.
„Warum sind Sie alleine gekommen?“ Harry überraschte es, dass Ginny nicht da war, immerhin hat sie geschrieben, dass sie ihn abholen kommt.
„Die Kinder, also sie sind… sie werden, ach was, es ist doch egal wer dich abholt! Sei froh, dass du hier heraus bist. Wo ist denn dein Koffer? In deinem Zimmer? Ich hol ihn dir!“
Schon war er weg. Harry merkte, dass er ihm etwas verheimlichte. Er war sich sicher, dass es etwas gab, was er nicht wissen sollte. Aber warum? Warum sagte Mr. Weasley nicht, warum Ginny und die anderen nicht gekommen waren?
Ein wütender Vernon und ein ängstlicher Dudley, der immer noch Angst vor den Weasleys hat, wie auch Tante Petunia kamen ins Wohnzimmer.
„Diese Leute haben kein Benehmen. Tauchen irgendwann einfach durch den Kamin auf. Aber wenigstens ist jetzt bald eine Ruhe. Nie wieder solches Gesindel in meinem Haus. Und dass du dich nie wieder hier blicken lässt, Harry!“ Damit war er auch schon wieder verschwunden, ehe Harry etwas erwidern konnte.
Dudley brummte nur ein „Tschau“. Tante Petunia war die einzige, die Harry zumindest eine gute Reise wünschte.
Und ehe sich Harry versah war Mr. Weasley wieder mit seinem gesamten Gepäck da und schon warf er das Flohpulver in den Kamin und rief laut. „Zum Fuchsbau“
Er war so froh, dass er endlich weg war. Nie wieder Ligusterweg 4…
 
Im Fuchsbau wurde er sofort von Molly Weasley begrüßt. Sie umarmte ihn und bemerkte wie jedes mal, wenn sie sich nach längerer Zeit wieder trafen, dass er dürr geworden war.
Harry war zwar glücklich sie wieder zu sehen, doch er war nicht ganz bei der Sache. Seine Augen wanderten stattdessen durch die Räume. Wo war Ginny? Auch Ron und all die anderen Geschwister waren nicht da!
„Wo ist Ron? Wo ist Ginny? Fred? George?“ Harry wollte es nun endlich wissen.
„Ähm, sie sind nicht da. Sie kommen morgen wieder. Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Es geht ihnen gut. Sie haben dir nur…“
„Molly, ich glaube das reicht, wir wollen den Kindern doch nicht den Spaß verderben!“ Arthur Weasley zog seine Frau beiseite und meinte zu Harry gewandt. „Du kannst dir schon mal das Zimmer einrichten. Du weißt doch wo du schläfst.“
Harry verstand nun überhaupt nichts mehr. Nur eins war ihm klar, die Abwesenheit der Weasley-Geschwister hatte mit ihm zu tun. (von La fleur petite)
 
4. Ein leeres Haus
 
Harry stieg nun also alleine die Treppen im Fuchsbau hinauf, ohne Ron, Ginny oder sonst jemanden. Wie leer das Haus ohne sie war… Er war vor Rons Zimmer angekommen, da er wohl dort schlafen würde. Fred und George werden sicher wieder ihr Zimmer bezogen haben, um bei Bills und Fleurs Hochzeit zu Hause zu sein.
Unsicher stieß er die Tür auf und betrat das vertraute, sonnenbeschienene Zimmer.
Es hatte sich kaum etwas verändert. Von allen Seiten zwinkerten ihm die Quidditchspieler von Ron’s Lieblingsmannschaft, den Chudley Cannons, zu.
Harry stellte den Koffer neben das leere Bett und setzte sich erst mal darauf.
Das alles war seltsam… Ron war nicht da und Ginny auch nicht, was Harry noch weniger gefiel. Wie sehr hatte er sich darauf gefreut sie wieder in die Arme zu schließen, ihr strahlendes Lächeln zu sehen und sie zu küssen. Wo konnten sie nur stecken?
In der Winkelgasse? Harry fiel kein anderer Ort ein, den die Weasleys in den Ferien besuchen würden.
Harry seufzte, stand auf und beschloss wieder hinunter in die Küche zu gehen. Was blieb ihm anderes übrig als zu warten?
Mr. Weasley war nicht mehr da und Mrs. Weasley saß am Tisch und überwachte die Kartoffeln, die von einem verzauberten Messer geschält wurden.
„Harry, Schatz“, sagte sie. „Komm her, setz dich.“ Mrs. Weasley wies auf den Stuhl ihr gegenüber und Harry ließ sich darauf nieder.
„Nun, wie war dein Sommer bisher?“ Harry zuckte mit den Schultern. „Wie immer. Ähm…Mrs. Weasley… wo stecken denn nun Ron und…die anderen?“ Er wollte nicht von Ginny reden, nicht vor ihrer Mutter. Was sie wohl von der Beziehung der beiden hielt? Wusste sie überhaupt davon?
„Tut mir Leid, Harry aber ich darf es dir nicht sagen, das ist ein Geheimnis. Aber ich soll dir von Ginny ausrichten…nun ich soll dir sagen, sie habe dich sehr vermisst und könne es nicht erwarten, dich wiederzusehen. Sie entschuldigt sich, dich nicht gleich begrüßen zu können…Ich weiss zwar nicht, warum sie dir das sagen will, weil ähm, ihr seid doch nicht etwa... nein, das kann unmöglich sein. Obwohl, schön wärs natürlich schon! Aber nein, meine Gedanken sind völlig absurd.“
Harry lächelte glückselig. „Wann kommen sie wieder?“, fragte er dann.
„Ähh…sie…nun, du wirst sie morgen wieder sehen. Das Essen ist gleich fertig, bis dahin kannst du gerne in den Garten, wenn du möchtest. Du weißt doch, du kannst dich wie zu Hause fühlen.“ Mrs. Weasley sah Harry mit einer Mischung aus Trauer und Glück an. „Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Du bist jetzt volljährig und ich sehe dich immer noch vor mir als wäre es erst gestern gewesen, als du mich nach dem Gleis gefragt hast…“ Harry wusste nicht, was er sagen sollte, also lächelte er nur verlegen.
„Ja, als wäre es gestern gewesen. Du bist ein guter Junge, Harry. Ich weiß, du hast es nie einfach gehabt, aber denk daran: Die Tür zum Fuchsbau wird für dich immer offen sein. Du kannst kommen, wann du willst und bleiben solange du willst.“
„Vielen Dank, Mrs. Weasley… ich weiß das zu schätzen nach alldem, was…nach allem was passiert ist.“ Harry dachte schwermütig an die schöne Zeit, die er hier verbracht hat. Die Weasleys waren wie eine Familie für ihn, er hat hier mehr glückliche Momente erlebt als in 9 Jahren bei den Dursleys. (von Sonea)
 
 
5. Überraschung… oder doch nicht?
 
So begab sich Harry hinaus den Garten. Er war ziemlich müde von den Geschehnissen der letzten Tage. Es war so viel geschehen: Ginny hatte seine Gefühle bestätigt, Ron war ihm nicht böse, er konnte die Dursleys verlassen, er war volljährig geworden, die Abwesenheit der Weasley-Kinder, und noch vieles mehr. Aber die letzte Frage beschäftige ihn momentan am meisten. Wo waren sie nur? Was hatten sie vor? Es hatte mit ihm zu tun, soviel war er sich mittlerweile sicher. Er grübelte noch lange darüber nach, bis er plötzlich einschlief.
Nach etwa einer Stunde pickte ihm etwas auf der Nase herum. Er schlug die Augen auf und erschrak ziemlicht. Irgendein Wesen hockte da auf seinem Gesicht und schlug mit dem Schnabel auf sein Gesicht ein. Aber warte mal, das war nicht irgendein Geschöpf, das war Pig, Rons Eule. Harry setzte sich auf. Die Eule hatte einen Brief ums Bein gebunden. Er nahm ihn ab und betrachtete ihn. Es war eindeutig Rons Handschrift…!
 
Lieber Harry
 
Wir hoffen, du hast dir noch nicht allzu viele Sorgen gemacht, wo wir alle sein könnten! Keine Angst, wir haben eine Überraschung für dich! Aber es geht noch einige Zeit, bis du erfährst, was wir geplant haben! Es wird dir gefallen, soviel ist sicher! Wir freuen uns alle, dich so bald wie möglich wieder zu sehen!
 
Liebe Grüsse von Ginny, Hermine, Fred, George und Ron
 
PS. Pack deinen Besen und flieg aufs Dach des Fuchsbaus, dort wirst du fündig!
 
Harry wunderte sich ziemlich über diesen Brief! Was für eine Überraschung planten die Weasleys wohl? Was sollte er auf dem Dach des Fuchsbaus? Wozu überhaupt dieses ganze Theater? Was soll das? Harry fand momentan noch keine Antworten auf seine Fragen.
„Na gut“, dachte er, „wenn sie es so wollen, werde ich mal auf dem Dach nachschauen.“ So rief er: „Accio Feuerblitz“, denn er durfte jetzt überall zaubern, wann und wo er gerade Lust dazu hatte. Schliesslich war er jetzt 17 und somit volljährig! Da kam sein Besen auch schon angeflogen. Er packte ihn und setzte sich drauf. Flink wie er war, flog er aufs Dach. Zuerst sah er nichts und war auch schon ein wenig enttäuscht, aber dann entdeckte er zwischen zwei Dachziegeln einen weiteren Brief!
 
Der erste Schritt hast du nun geschafft, aber so einfach machen wir es nicht!
Um zu uns zu finden, musst du alle Pergamentfetzen finden und zusammenfügen. Tippe das entstandene Stück Pergament anschliessend mit deinem Zauberstab in der Mitte an und schaue, was passiert! Viel Spass beim Suchen!
Hinweise: 
1. Molly hält sich die meiste Zeit des Tages an einem bestimmten Ort auf!
2. Wir spielen im Sommer gerne ein bestimmtes Spiel!
3. Manchmal müssen wir leider nervige Biester verjagen!
4. Die Mädchen schlafen getrennt von den Jungs.
5. Ron möchte am liebsten den ganzen Tag an einem bestimmten Tisch verbringen…
6. …und Hermine an einem anderen!
 
PS. Die Fetzen sind alle im und um den Fuchsbau versteckt (weil du ja noch nicht apparieren darfst…;-))
 
Im ersten Moment war Harry noch verwirrter als nach dem ersten Brief! Was sollten all diese komischen Bemerkungen, die unter dem Titel „Hinweise“ im Brief angegeben wurden? Was konnte er damit anfangen. Er setzte sich aufs Dach und überlegte einen kurzen Moment. Dann bemerkte er, dass diese Hinweise ihm wahrscheinlich dabei helfen sollten, die Pergamentfetzen zu finden. Also begann er zu überlegen: „Wo trifft man Molly am ehesten an. Also immer wenn ich in den Fuchsbau komme, steht Molly in der Küche. Das könnte der Platz sein, an dem sie sich am meisten aufhält. Genau, das muss es sogar sein! Bei der zweiten Frage weiss ich die Lösung bereits: Das musste das Quidditchfeld hinter dem Haus sein! Biester, was für Biester verjagen wir jeweils…? Darauf fällt mir momentan keine Antwort ein. Das 4. Stück ist entweder im Mädchen- oder Jungenzimmer versteckt. Also entweder in dem von Ron und mir oder in dem von Hermine und Ginny.
Wo sitzt Ron gerne? Besser gesagt, was macht Ron gerne, wenn er irgendwo sitzt? Vielleicht Zauberschacht? Ja, das könnte es sein. Und Hermine? Klar, die macht am liebsten Schulaufgaben. Das müsste der Schreibtisch sein! Also, ich mach mich dann mal auf die Suche!“
 
Gedacht, getan. Er flog los und suchte zuerst im Quidditchfeld. Das war die Lösung, die er am schnellsten erraten hatte. Und siehe da, schon nach kurzer Zeit hatte er ein kleines Stück Pergament in der Hand. Es sah aus wie einen Sechstel eines Kreises. Das stimmte auch gut mit der Anzahl Hinweise überein. So langsam aber sicher machte ihm das Rätseln Spass und war je länger desto mehr gespannt auf die Überraschung.
Einige Zeit später hatte er auch die Stücke aus der Küche, dem Zimmer von Ginny und dem Schreibtisch von Hermine gefunden. Doch beim Schach konnte er einfach keines entdecken. Wie gut er auch schaute, es war kein Stück Pergament vorhanden! Es blieben also noch zwei Stücke: Das von dem Ort, an dem Ron am liebsten sitzt und das von dort, wo die Schüler schon ‚Biester’ vertrieben hatten. Da fiel ihm plötzlich eine Bewegung im Garten auf. Was konnte das nur gewesen sein? „Genau, das ist es!“, rief er, „darauf haben sie mit den ‚Biestern’ angespielt! Gnome, das muss es sein!“. Also machte er sich auf die Suche nach dem fünften Stück Pergament, das er auch nur Augenblicke später gefunden hatte. Nun fehlte nur noch ein Stück. Und ausgerechnet das über seinen besten Freund! Das musste er doch finden!
Er überlegte sich: „Was mag Ron? Zauberschach, Freunde, Quidditch, Süssigkeiten…“. Da stutze er. Süssigkeiten, Essen, genau das war es! Der letzte Fetzen musste beim Esstisch versteckt sein! Und so war es! „Ich wusste, dass ich Ron genug gut kenne, um dieses Rätsel zu lösen!“
Anschliessend machte er sich auf den Weg in den Garten und setzte sich auf die Wiese. Er fügte die Pergamentstücke zu einem Kreis zusammen, nahm seinen Zauberstab hervor und tippte das ganze an. Zuerst verschmolzen die einzelnen Stücke zu einem, doch danach passierte etwas Verblüffendes. Um ihn herum begann sich alles zu drehen, er wurde in die Luft geschleudert und fiel, nach einem ihm endlos erscheinenden Moment wieder auf die Erde zurück.
 
Wo war er? Was für ein Gebäude war vor ihm? Es war sicher nicht der Fuchsbau! Das Stück Pergament war ein Portschlüssel gewesen! Was für Einfälle seine Freunde bisher auch hatten, dieser war auf alle Fälle der Aussergewöhnlichste…!
Harry stand vor einem Haus. Es kam ihm irgendwie bekannt vor, aber hier gewesen war er seines Wissens noch nie.
Da ging auch schon die Türe auf und herausgestürmt kam Ginny! „Harry! Endlich!“. Sie rannte auf ihn zu und fiel ihm um den Hals! „Ginny, da bist du ja!“. Sie küssten sich so leidenschaftlich wie schon lange nicht mehr. Beide waren überglücklich, endlich wieder zusammen und beieinander zu sein! Darauf hatten sie beide die ganzen Sommerferien über gewartet! Endlich waren sie wieder ein Paar. In den schönsten Kuss vertieft merkte Harry gar nicht, dass Ron, Hermine, Fred und George nun ebenfalls aus dem Haus gekommen waren. Erst als Ron mit einem „Hmh, ich will euch ja nicht stören, aber…. Herzlich Willkommen Harry!“ auf sich aufmerksam machte, bemerkte Harry die Anwesenheit der anderen! Er löste sich von Ginny und begrüsste seine anderen Freunde! Wie er sich freute, endlich wieder mit ihnen vereint zu sein! Da fragte Hermine: „Harry, weißt du eigentlich wo wir hier sind?“. „Nein, nicht so genau“, antwortete Harry, „aber der Ort kommt mir irgendwie bekannt vor.“ „Das sollte er auch! Schliesslich sind wir nirgendwo anders als in Godrics Hollow. Harry, dies ist das Haus deiner Eltern.“ „Was? Dies soll das alte verlotterte Haus von Lily und James sein? Das ist nicht möglich!“. „Natürlich haben wir es etwas renoviert, aber in den Grundzügen ist es immer noch dasselbe! Herzlich Willkommen zu Hause Harry! Komm doch mit rein!“ „Ich kann es einfach noch nicht glauben! Meine besten Freunde, hier in meinem Haus! Das war echt eine Überraschung!“ „Die wirkliche Überraschung kommt erst noch, Harry!“.
Also machten sich die sieben auf den Weg ins Haus. Im Wohnzimmer angekommen war Harry platt vor Erstaunen! Um einen riesigen, mit köstlichen Speisen gedeckten Tisch sassen alle seine Freunde und Bekannten! Schulfreunde aus Hogwarts waren anwesend, ebenso Lehrer, Ordensmitglieder, alle Weasleys, die Grangers. Alle miteinander sangen sie: „Zum Geburtstag viel Glück! Zum Geburtstag viel Glück. Zum Geburtstag, lieber Harry, zum Geburtstag viel Glück!“
Die Weasley-Zwillinge zauberten einen Banner an die Wand, auf dem stand: „Happy Birthday, dear Harry!“ Zuerst entdeckte er Neville, Luna, Dean und Seamus. Auch Ravenclaw- und Hufflepuff-Schüler waren unter den Gratulanten. Remus war da, ebenso Tonks und Moody. McGonagall, Hagrid und einige andere vertraten das Lehrerkollegium. Anders gesagt, es waren alle da! Harry war sprachlos und brachte vor Glück kein Wort raus. Nach einigen Minuten voller Verblüffung rief er „ Danke! Das ist echt der Wahnsinn! Ich kann es kaum glauben!“. (von Nicole)
 
 
6. Ein Déjávú mit Nachspiel

Harry formte ein Lächeln, obwohl ihm überhaupt nicht danach zumute war. Er stand immer noch da wo er war, doch es gefiel ihm überhaupt nicht, hier seine Geburtagsparty zu feiern, hier, an dem Ort, an dem seine Eltern gestorben waren. Die Erinnerung an Voldemort, die Horkruxe und schlielich die Suche ließ seine Narbe zucken. Ron und die anderen schienen von Harrys unwirklicher Freude begeistert und stolzierten herum, während viele anderen Ordensmitglieder Harry nach und nach gratulierten. Nachdem er Tonks reserviert grinsend abgewinkt hatte, tratt Moody zu ihm. Sein Glasauge stand still und sah nur Harry in den Bauch. Als würde Moody seine Gefühle durchschauen. Wie auf Stichwort meinte der: "Gefällt es dir wirklich?"
Harry horchte aus seinen endlosen Gedanken an seine Eltern auf. Ihm war das "wirklich" aufgefallen. Es war keine Frage der Freundlichkeit, Mad Eye Moody wollte wissen, ob es Harry tatsächlich gefiel, dass alle in dem Haus seiner Eltern seinen Geburtstag feierten.
Ron tratt hinzu. "Und Harry, wie findest du´s?", fragte er und lachte schallend.
"Es ist ... toll. Vielen Dank, Ron.", erwiderte Harry ruhig und ohne großen Enthusiasmus.
"Ich verstehe gar nicht, Hermine hatte uns davon abgeraten, hier zu feiern, aber da hatte sie mal wieder Unrecht." Harry trotzte seinem besten Freund in Gedanken. Alastor nickte und hustete plötzlich.
"Nun, Harry, willst du mal kommen? Ich habe oben ein ... Geschenk für dich."
Das konnte nicht wahr sein. Harry wollte hier keine Geschenke annehmen, nicht seelenruhig seinen Geburtstag feiern. Aber da er weder Alastor, noch die Anwesenden enttäuschen wollte - sie hatten sich Mühe gegeben; an den Wänden hingen Plakate mit Löwengebrüll - lief er mit und ließ die Partylaune, das Geschrei und auch die Reserviertheit hinter sich. Ganz allein bei Moody fühlte er sich sicher. Er fühlte etwas, was er seit Dumbledores Tod nicht gefühlt hatte. Er fühlte den Alltag.  Er musste sich nicht mehr verstellen und antwortete wahrheitsgemäß aber verspätet auf die Frage von Alastor: "Nein, es gefällt mir nicht."
Dessen Reaktion war nicht außergewöhnlich. Er nickte nur verständnisvoll und holte etwas aus der Tasche. "Das ist für dich." Harry seufzte, plötzlich fühlte er sich nicht mehr von Moody verstanden, doch nur, bis er ausgepackt hatte. Es war ein Foto von seinen lachenden Eltern, die in denselben Mauern tanzten und umringt von Gästen waren. James hatte einen spitzen Hut an. Einen Clownhut ... "Papa´s Geburtstag?"
Moody nickte.
"Ach, Harry, du wirst es schwer haben."
Das wusste er auch so. "Ich weiß.", gab er von sich, während er immer noch glücklich auf das Foto starrte.
"Ach übrigens, wegen diesem RAB, Harry. Solche Initialen gibt es in der Familie Black. Du könntest Tonks fragen."
Schon der Gedanke, nochmal in Sirius´Familie nachzuforschen graute Harry. Doch er nickte dankbar: "Das werde ich."
Dann fiel ihm ein, dass Moody Tonks bei fast jedem Einsatz sah.
"Wieso fragen Sie sie denn nicht?"
Mad Eye seufzte und erklärte:
"Wir ... sind im Moment nicht gut aufeinander zu sprechen."
Statt Neugier gab sich Harry mit dieser Antwort zufrieden. Ihm war es egal, was Tonks gemacht oder gesagt hatte ... oder Moody ...
"Na gut, Harry, ich gehe wieder runter."
Das Déjávú verblasste. Moody ging zur Tür.
"Ach, Mady Eye?"
"Ja, Harry?"
"Danke.", sagte Harry. Er war wirklich dankbar.
Moody nickte lächelnd und ging runter.
Nach einer Weile kam Harry hinterher.
"Tonks?!", stieß er sich durch die Gäste.
"Harry.", sagte die tanzend und grinsend.
"Habt ihr in der Familie jemanden mit den Initialen R A B?"
Tonks lachte, sie schien Harry nicht zu beachten und tanzte fröhlich umher.
"Wie?"
Harry stöhnte und zerrte sie nach draußen mit. Ginny beobachtete ihn dabei grinsend und gab ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange.
Sie waren nun draußen. Es war dunkel und es gefiel harry auch so in Godric´s Hollow.
"Habt ihr in eurer Familie jemanden mit den Initialen R A B?", wiederholte Harry schließlich die Frage.
Tonks dachte lange nach und antwortete schließlich:
"Nein, niemanden. Tut mir leid Harry."
Und ehe er was sagen konnte, war sie drinnen.
"Harry?"
Wenn heute Abend noch einmal jemand seinen Namen sagen würde, dann ...
Aber die Stimme war geschmeidig und schön. Harry erkannte Ginny sofort.
Sie setzte sich ohne Worte auf einen Felsen im Garten, wo Harry sich davor hingesetzt hatte und küsste ihn.
"Na, wollen wir nach Hause?"
Harry sah sie entgeistert an. Sie guckte liebevoll.
"Ich denke nicht, dass es dir hier besonders gefällt."
Er konnte bloß nicken.
Also stand sie munter auf und zog ihn in die völlige Nacht und Stille hinein.
"Dort ist ein Portal für uns.", erklärte sie leise und führte Harry an der Hand hin.
Sie waren immer noch im Garten seiner Eltern, als sie vor einem alten Turnschuh ankamen.
"Halt! Harry!", rief ihm eine Stimme von hinten.
Tonks rannte auf sie zu.
"Ich habs! Regulus Alphard Black!"
Harry sah stutzig zu ihr.
"Wie?"
"Die Initialen, Harry, passen zu Regulus Alp ..."
Etwas knackste hinter ihnen, vor ihnen, an ihren Seiten. In den Büschen und Bäumen knackste es überall und Schritte waren zu hören. Harry sah sich um und erkannte erst jetzt.
Das war kein Garten, auch kein Felsen. Es war ein Friedhof.
Das nächste Déjávú kam zu überraschend, und Harry hatte noch nicht mal Zeit, seinen Zauberstab zu zücken ... (von Tim Daffay)
 
7. Eine launische Mitternachtsparty
 
Bevor Harry was machen konnte, lag er auf der Erde, getroffen vom Crucio.
Er krümmte sich vor Schmerzen und Tonks stand nur über ihm und starrte ihn erschrocken an.
Aber Ginny zückte sofort ihren Zauberstab und schickte ein Incendio in die Bäume, aus dem der Strahl kam.
Alles brannte auf, mit dem Feuer auch Harrys Narbe aber sie war nun der einzige Schmerz, der Cruciatus wirkte nicht mehr.
Er stand benommen auf und schrie dann:
"HILFE!"
Und er hatte Recht. Sie waren zu dritt und eingekreist von Todessern.
Und dann hörte Harry ihn.
"Potter, Potter, Potter. Es war soo dumm, dich in Godric´s Hollow zu verstecken, aber ich kann dich verstehen, den Schmerz in dir."
Harry sah sich um.
Im Kreis der nun hinaustretenden Todesser - es waren sechs - stand einer direkt neben Ginny.
Lucius Malfoy lächelte selig und sagte darauf:
"Schließlich sind hier deine Eltern gestorben. Du wolltest sie bestimmt besuchen, hm?"
Sie durften auf keinen Fall zum Haus.
Harry nickte mit Schmerzen im linken Arm.
"Schau mal, dort ist es. Dort steht ihr Grab.", sagte die lausige Stimme und Harry schluckte und drehte sich um.
Seine Eltern waren an einem schönen Grab begraben - die Blumen daran sahen neu aus.
Und ein Träne kullerte Harry runter.
"Reductio!", schrie Malfoy schallend lachend und das Grab war verschwunden. Die Blumen, alles, dort war nur noch Erde und ein bißchen Staub.
Und dann rastete Harry aus und schrie voller Zorn und mit Tränen:
"AVADA KEDAVRA!"
Lucius war schon vorher aus dem Weg gesprungen und so ging der Kampf los.
Harry stürzte sich überall rein, er war so wütend und wollte an Malfoy rankommen.
Aber sie brauchten zu dritt Hilfe, nach der er ja geschrien hatte.
Malfoy kämpfte immer hinter dreien, die nun auf alle wild durcheinander Flüche abschossen.
Ginny fiel als erstes, Harry sah erschrocken zu ihr und zerrte sie hinter einen Grabstein, dort stand sie wieder auf und Harry kämpfte mit Tonks weiter.
Sie wurden immer weiter gedrängt, und irgendwann hatten sie einen Todesser bezwängt doch es gab keine schützenden Grabsteine mehr.
Und da tauchte von hinten Hilfe auf.
Es waren Mad Eye und Lupin, die mit leuchtenden Zauberstäben zwei Todesser schockten.
Vor lauter Freude sah Harry den Strahl nicht auf sich zukommen.
"HARRY! NEIN!"
Es ging plötzlich alles ganz langsam. Ginny sprang schützend vor ihn, doch vor den beiden stand plötzlich Tonks.
Und dann traf er sie.
In Zeitlupe fiel Tonks auf die Erde und rührte sich nicht mehr.
Und dann brannte alles auf. Offenbar waren alle Todesser mit Incendio vorgegangen. Lupin fiel geschockt mit dem Kopf an einen Grabstein - er hatte Tonks angesehen.
Und Harry stieß Ginny weg und lief dann zwei Schritte auf drei Todesser zu.
"Bombarda!", schrie er sie an und zwei flogen in die Luft.
Nur einer stand noch, und das war Lucius Malfoy, der gerade Moody gegen einen Grabstein befördert hatte und ihn somit aus dem Weg schuf.
Die lodernden Flammen heizten Harry nicht so ein wie der Hass, der Zorn auf Lucius.
Doch dann kamen Schreie und schnelle Schritte.
Aus Seiten des Hauses strömten die Partybesucher nur so zum Ort des Kampfes.
Und da verschwand Lucius mit einem seelenruhigen Lächeln.
Und Harry brach zusammen, neben ihm Ginny ...

"Was ist mit meiner Tochter?", schluchzte eine Frauenstimme direkt neben Harrys Kopf.
Er wollte ihr sagen, sie soll leise sein, aber brachte kein Wort heraus.
Dann wachte er auf und sah sich benommen um, obwohl er erstmal gar nicht erkannte.
Neben ihm lag Ginny. Sie atmete, stellte er erleichtert fest und dann kam die fallende Tonks ihm wieder in Erinnerung.
Er setzte sich schnell auf und der Schmerz durchzuckte ihn.
Sofort kam ein Wirrwarr aus Stimmen, die ihn alle beruhigen wollten, aber das taten sie nicht.
"Seit still!", schrie er dann und alle verstummten.
Harry erkannte auf einer Trage im selben Zimmer den blutüberströmten Moody, dessen Bauch und Brust vollkommen blutbedeckt war.
Dann Lupin, mit einer riesigen Wunde am Kopf und schließlich ... Tonks lag da. Sie hatte sich für ihn geopfert.
"Nymphadora ...", murmelte Harry schockiert und lief langsam zu ihrem Körper.
"Harry, sie ist ..."
"Ich weiß, was sie ist, verdammt!", schrie er sofort zurück und drehte sich zu Mrs. Weasley hin.
Er sah sie entgeistert an und wandte sich dann an die anwesenden Leute.
Hermine saß in einer Ecke auf einem Holzstuhl und starrte Harry bleich an, Ron hielt einen Arm um sie und sah immer wieder zu Ginny, dann zu Tonks.
Und er erkannte Neville an der Tür.
Unglücklich sah dieser zu Lupin.
Und dann fiel ihm Luna ins Auge. Als wäre nichts aß sie ein Kuchenstück und sah sich lächelnd im Raum um.
Und Harry empfand tiefste Verständnis für sie.
Dann begegneten sich ihre Blicke. Sie lächelte ihm munter zu und zeigte ihren Daumen.
Und Harry nickte zurück.
Plötzlich war die Aufruhr zurück - Mr. Weasley tratt ein.
"Wir haben 5 Todesser erwischt und sie dem Ministerium überbracht. Außerdem haben wir drei Zauberstäbe gefunden."
Dann erkannte er, dass Harry wach war und lief zu ihm.
Harry erwiderte die Umarmung, die danach kam und deutete auf seinen Stab.
"Das ist meiner, und der gehört Ginny."
Und dann erkannte Harry auch den dritten. Er hatte ihn schon mal gesehen, lange Zeit war dieser Zauberstab auf Dumbledore gerichtet, bevor der starb.
Und Harry verstand. Er verstand, woher das Feuer um die Todesser herum kam.
Doch er sagte nichts und schwieg.
Arthut Weasley fragte ungeduldig:
"Und dieser hier? Wem gehört dieser?"
Bevor Harry antworten konnte, wies Molly Arthur und alle anderen zurecht.
"Wir werden alle gehen, Hermine, Ron, Harry, ihr könnt hochgehen und miteinander sprechen."
"Ginny!", schrie Ron auf und stand innerhalb Sekunden bei ihr.
Tatsächlich öffnete sie ihre Augen.
"T-Tonks ...", murmelte sie und Molly ging auf sie zu, drückte sie, soweit das ging und tratt dann wieder in den Hintergrund.
Sobald Bill und Ron, Fred und Georges das nachgemacht hatten, meldete sich Arthur zu Wort.
"Ginny, du kannst mit."
Und dann kam die helle Aufregung. Still verzog sich Harry nach oben, obwohl er genau wusste, wie viele ihn anstarrten; Hermine, Ron und Ginny machten es ihm nach.
Er öffnete die erstbeste Tür und tratt mit Tränen in den Raum.
Aus dem Fenster sah er, dass es regnete. Natürlich.
"Harry, das mit Tonks tut uns leid.", sagte Ron und setzte sich auf einen Stuhl an der Seite von Harry.
Hermine und Ginny traten beide bleich ein.
Ginny sprang Harry an den Hals. "Das mit dem Grab tut mir leid."
Harry biss sich auf die Unterlippe und sah sie an.
"Ich werde Lucius Malfoy kriegen."
Da sagte Hermine:
"Harry, weißt du wirklich nicht, wem der dritte Zauberstab gehörte?"
Und Harry antwortete mit der Wahrheit:
"Draco Malfoy war da. Er hate ein Feuer zwischen uns und den Todessern gemacht."
"Draco Malfoy?", lachte Ron plötzlich laut. "Unmöglich. Draco wollte Dumbledore umbringen!"
"Draco hat den Zauber gese ..."
"Harry, das ist Blödsinn!", meldete sich Ron wieder, doch Hermine unterbrach ihn:
"Shsht", und sah wieder geschäftlich zu Harry.
"Damals, dort oben", fuhr Harry fort. "-hat Draco seinen Zauberstab gesenkt. Er hat das nur für seine Familie getan und ich kann ihn verstehen."
Und da schaute Ron bedrückt zu Boden.
"Er hat ihn gesenkt, er hätte Dumbledore niemals getötet, aber da kam Snape, dieser Verräter.
Ich werde sie allesamt kriegen! Lucius, Snape und dann auch Voldemort."
Ginny schluchzte bei dem Namen auf.
Hermine nahm sie in den Arm und meinte dann ganz ruhig:
"Du solltest dich aber zuerst um die Horkruxe kümmern, Harry."
Stille.
Ginny riss sich los und sah Hermine an, die nun unglücklich aus dem Fenster sah.
"Was sind diese ... diese Horkruxe?", fragte sie.
Hermine antwortete vor den beiden Jungs:
"Das ist unwichtig."
"Ich werde das sowieso herausfinden!"
Und Harry seufzte und begann, zu erzählen ... (von Tim Daffay)
 
 
 
   
 
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